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Elektro-Check fuer Hausverkauf: Was wird geprueft und was dokumentieren wir?

Immer oefter Anfragen von Bauherren vor dem Hausverkauf, ob die Elektrik noch in Ordnung ist. Wir dokumentieren als Elektromeister regelmaessig mit einem E-Check — hier kurz was der Prozess abdeckt und was NICHT.

1 Antworten

▲ 0ELMETIC GmbHFachbetrieb·09. März 2026
**Was der E-Check nach OeVE E 8001 typisch beinhaltet (Dauer 2-4 h fuer EFH):** 1. **Sichtpruefung der Anlage**: Sicherungskasten, Steckdosen, Schalter, Beleuchtung. Mechanische Schaeden, Verfaerbungen, fehlende Abdeckungen. 2. **FI-Test**: jeder FI mit Pruefstrom ausgeloest und auf Zeit gemessen (<30 ms bei 30 mA). 3. **Schleifenimpedanz** aller Steckdosen und Stromkreise — pruefen, ob im Kurzschluss­fall die Sicherung schnell genug ausloest. 4. **Isolationswiderstand** zwischen Leitungen und gegen Erde — ab 0,5 MOhm OK, darunter Fehler. 5. **Schutzpotentialausgleich** in Bad/Nassraum + Hauseingangsanlage. 6. **Blitzschutz / Erdung** wenn vorhanden: Erderwiderstand messen (<10 Ohm). 7. **Dokumentation**: 10-15 Seiten Pruefbefund mit Messergebnissen, Fotos, Empfehlungen. **Was NICHT im Standard-E-Check drin ist:** - Thermografische Untersuchung des Verteilers (Zusatzleistung, kostet 150-250 EUR, zeigt lose Kontakte die sich erwaermen) - Lastanalyse (Dauerlogger am Hauptzaehler ueber 1-2 Wochen, sinnvoll wenn FI immer wieder ausloest) - Brandschutz-Bewertung (Stromkreis-Dimensionierung vs. heutige Lasten) Preis typisch 250-450 EUR fuer EFH, inklusive schriftlichem Pruefbefund. Beim Hausverkauf ist das oft ein Pluspunkt beim Kaeufer — und bei gravierenden Maengeln hat der Verkaeufer Zeit, noch nachzubessern statt beim Uebergabe-Termin ueberrascht zu werden.

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