Elektro-Check fuer Hausverkauf: Was wird geprueft und was dokumentieren wir?
von ELMETIC GmbHFachbetrieb·07. März 2026·fachfragen
Immer oefter Anfragen von Bauherren vor dem Hausverkauf, ob die Elektrik noch in Ordnung ist. Wir dokumentieren als Elektromeister regelmaessig mit einem E-Check — hier kurz was der Prozess abdeckt und was NICHT.
1 Antworten
▲ 0ELMETIC GmbHFachbetrieb·09. März 2026
**Was der E-Check nach OeVE E 8001 typisch beinhaltet (Dauer 2-4 h fuer EFH):**
1. **Sichtpruefung der Anlage**: Sicherungskasten, Steckdosen, Schalter, Beleuchtung. Mechanische Schaeden, Verfaerbungen, fehlende Abdeckungen.
2. **FI-Test**: jeder FI mit Pruefstrom ausgeloest und auf Zeit gemessen (<30 ms bei 30 mA).
3. **Schleifenimpedanz** aller Steckdosen und Stromkreise — pruefen, ob im Kurzschlussfall die Sicherung schnell genug ausloest.
4. **Isolationswiderstand** zwischen Leitungen und gegen Erde — ab 0,5 MOhm OK, darunter Fehler.
5. **Schutzpotentialausgleich** in Bad/Nassraum + Hauseingangsanlage.
6. **Blitzschutz / Erdung** wenn vorhanden: Erderwiderstand messen (<10 Ohm).
7. **Dokumentation**: 10-15 Seiten Pruefbefund mit Messergebnissen, Fotos, Empfehlungen.
**Was NICHT im Standard-E-Check drin ist:**
- Thermografische Untersuchung des Verteilers (Zusatzleistung, kostet 150-250 EUR, zeigt lose Kontakte die sich erwaermen)
- Lastanalyse (Dauerlogger am Hauptzaehler ueber 1-2 Wochen, sinnvoll wenn FI immer wieder ausloest)
- Brandschutz-Bewertung (Stromkreis-Dimensionierung vs. heutige Lasten)
Preis typisch 250-450 EUR fuer EFH, inklusive schriftlichem Pruefbefund. Beim Hausverkauf ist das oft ein Pluspunkt beim Kaeufer — und bei gravierenden Maengeln hat der Verkaeufer Zeit, noch nachzubessern statt beim Uebergabe-Termin ueberrascht zu werden.
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